Seit der (teilweisen) Freigabe der Wechselkurse und im Zuge der Liberalisierung der Ka- pitalm rkte haben sich die Wechselkurs- und Zinsschwankungen erheblich verst rkt. Entsprechend gewachsen sind die Risiken aus dem Halten von Forderungen und Ver- pflichtungen in ausl ndischer und inl ndischer W hrung vor allem f r die auch internatio- nal operierenden Geldinstitute. Speziell Zinsrisiken haben eine Reihe von Kreditinstituten im In- und Ausland in ernst- hafte Schwierigkeiten gebracht, in der Bundesrepublik - nach dem "klassischen" Einzel- fall M nemann im Jahre 1970 - w hrend der Hochzinsphasen 1973/74 und zu Beginn der 80er Jahre, als die extrem teuer gewordene Refinanzierung von in den voraufgegan- genen Niedrigzinsphasen aufgebauten Festzinspositionen erhebliche Verluste in den Zinsmargen brachte. Das Auftauchen dieses Risikokomplexes hat zwar nicht zu der (teil- weise erwarteten) beh rdlichen Begrenzung des Zins nderungsrisikos durch einen Grundsatz IV der Bankenaufsicht gef hrt; diese l t sich seitdem jedoch von den Wirt- schaftspr fern regelm ig ber die (gesch tzte) H he des Zins nderungsrisikos berich- ten. - Vor diesem Hintergrund erh lt das Thema des Buches seine Bedeutung f r das Bankmanagement. Der Verfasser befa t sich dabei sowohl mit Ermittlungsrechnungen f r Zins nderungsrisiken als auch vor allem mit ihrer Steuerung. Es handelt sich um eine - im Sommersemester 1986 von der Fakult t f r Wirtschaftswis- senschaft an der Ruhr-Universit t Bochum als Dissertation angenommene - beraus ge- haltvolle Arbeit zu einem wichtigen bankpolitischen Problem. Vor allem bei den bisher weitgehend vernachl ssigten risikopolitischen Ma nahmen und ihrer Bewertung erzielt der Autor deutliche Fortschritte gegen ber dem Stand der Literatur.
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