Macht wird nicht errungen. Sie wird gekauft. Das ist die schonungslose Wahrheit, die dieses Buch offenbart. In der Demokratischen Republik Kongo sind Wahlen kein Ausdruck der Volkssouver nit t. Sie sind ein Gesch ft. Ein riesiger Supermarkt, in dem Stimmen wie Waren gekauft und verkauft werden. Ein System, das darauf ausgelegt ist, eine Handvoll Familien an der Macht zu halten, die diese seit der Unabh ngigkeit wie ein Erbe weitervererben. Dieses Buch ist eine Anklageschrift. Es handelt sich weder um einen wissenschaftlichen Aufsatz noch um ein politisches Pamphlet. Es ist eine akribische Untersuchung, durchgef hrt von einem unabh ngigen Beobachter, einem Unternehmer und Experten f r Projektbewertung, der jegliche Parteizugeh rigkeit ablehnt. Ein Mann, der sich f r Unabh ngigkeit entschieden hat, um einen klaren Blick auf die Mechanismen unseres politischen Systems zu bewahren. Was dieses Buch anhand von Belegen aufzeigt: 1. Die Macht wird von einer Familienoligarchie an sich gerissen. Seit 1960 tauchen immer wieder dieselben Namen auf. Die Tshisekedis, die Kabilas, die Bembas, die Mobutus. Aber auch weniger bekannte Familien, die sich die Ministerposten, die Leitungen staatlicher Unternehmen sowie die Sitze im Abgeordnetenhaus und im Senat unter sich aufteilen.
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