Zwar ist der chemotherapeutische Erfolg von Platin unbestreitbar, doch ist es keineswegs das perfekte Medikament. Es wirkt bei vielen h ufigen Krebsarten nicht, es kommt h ufig zu Resistenzen, und es hat eine bedauerliche Reihe von Nebenwirkungen, zu denen unter anderem Nervensch den, Haarausfall und belkeit geh ren k nnen. Um diese Einschr nkungen zu berwinden, wurden einige auf Ruthenium basierende Verbindungen entwickelt und an Krebszelllinien getestet. Diese Verbindungen verursachen im Vergleich zu Platin-Medikamenten tendenziell weniger Nebenwirkungen. Rutheniumverbindungen stellen eine der gro en Erfolgsgeschichten von Metallen in der Medizin dar. Zwei Rutheniumverbindungen, NAMI-A und KP1019, werden derzeit als Krebsmedikamente klinisch untersucht. Ein Gro teil der brigen Rutheniumkomplexe wird heute weiter erforscht, wobei zunehmend erkannt wird, dass neue Strategien erforderlich sind, um die Probleme der Toxizit t und der Resistenzen zu berwinden, die mit der Behandlung durch Ruthenium-Antikrebsmittel einhergehen. Die vorliegende Studie befasst sich mit neuen Strategien zur Entwicklung neuartiger Rutheniumverbindungen und untersucht deren in-vivo-Antikrebsaktivit t gegen transplantierbare murine Tumorzelllinien.
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