Der zweite Teil richtet den Fokus auf juristische Informationssysteme und deren praktische Umsetzung am Beispiel der Rechtssatzdokumentation des Verwaltungsgerichtshofs Wien. Anhand statistischer Analysen und konkreter Datenmodelle werden Struktur, Verarbeitung und Nutzung juristischer Information nachvollziehbar dargestellt. Themen wie Rechtssatzbildung, Relevanzbewertung, Ontologien und Benutzeroberflächen verdeutlichen die Herausforderungen zwischen juristischer Argumentation und technischer Modellierung.
Das Buch verfolgt das Ziel, die Kluft zwischen Rechtswissenschaft und Informatik zu überbrücken. Es bietet eine verständliche Darstellung für Juristinnen und Juristen, ohne die technischen Hintergründe zu vernachlässigen, und vermittelt zugleich IT-Fachleuten die spezifischen Anforderungen und Probleme des Rechtssystems. Damit liefert es eine fundierte Grundlage für das interdisziplinäre Verständnis der Rechtstransformation im Kontext moderner Informationstechnologie.