Bevor sie zu einer eigenen Disziplin wurde, war die Mathematik Teil der Philosophie und steht bis heute in engstem Verh ltnis zu ihr. Die vorliegende Monographie untersucht die verschiedenen Facetten dieses Verh ltnisses. Das erste Kapitel f hrt in die gemeinsame Geschichte der Philosophie und der Mathematik ein und stellt Positionen aus Antike, Mittelalter, Neuzeit und Moderne vor, die f r das jeweils vorherrschende philosophische Verst ndnis von Mathematik exemplarisch sind. Aus dieser geschichtlichen Betrachtung kristallisieren sich vier Kernfragen zur Mathematik heraus. Erstens, was ist der Gegenstand der Mathematik (und wie viele mathematische Universen gibt es)? Zweitens, wie erlangen wir mathematisches Wissen? Drittens, wie verh lt sich Mathematik zur physischen Realit t? Und viertens, wie genau hilft uns Mathematik dabei, die Welt besser zu verstehen? Jeder dieser vier Kernfragen ist ein umfassendes Kapitel gewidmet, in dem verschiedene Antwortm glichkeiten auf diese Fragen diskutiert werden. Silvia Jonas argumentiert f r eine pluralistisch-platonistische Sicht auf die Mathematik und zeigt, dass Mathematik auch berraschende Einsichten in andere Bereiche der Philosophie wie z.B. Ethik oder Theismus erm glicht.