Der griechische Sportbetrieb mit seinen zahlreichen Wettk mpfen, standardisierten Disziplinen und h chsten Ehren f r erfolgreiche Athleten war ein einzigartiges historisches Ph nomen. Sportliche Wettk mpfe fordern etablierte Hierarchien heraus, denn hier entscheidet der unmittelbare Leistungsvergleich ber den Sieg, nicht das Urteil von Au enstehenden. Es ist bemerkenswert, dass sich viele Griechen - auch und gerade M nner von hohem sozialem Rang - dem Wettkampf stellten und das Risiko in Kauf nahmen, vor Tausenden von Zuschauern eine Niederlage zu erleiden.
Die Stellung des Sports und der Athleten in der griechischen Gesellschaft ist das Thema dieses Buches. Es behandelt unter anderem die Exklusion/Inklusion von "Barbaren", Frauen und Sklaven, das Training und die Reiset tigkeit der Athleten, ihre Herkunft und ihre Aufstiegschancen, alles auch mit Blick auf die Ver nderungen, die sich in der langen Geschichte der griechischen Agonistik von der Archaik bis zur Sp tantike vollzogen. Sportliche Wettk mpfe f rderten nicht nur die Vernetzung innerhalb der griechischen Welt, sondern trugen auch zur Flexibilit t der Gesellschaft bei.
Der Band entstand im Rahmen eines Opus Magnum-Stipendiums der VolkswagenStiftung.