Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Gesundheit - Sonstiges, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universit t Erlangen-N rnberg (Soziologie), Veranstaltung: Sozialstrukturen I, Sprache: Deutsch, Abstract: In Belgien gilt seit dem Jahr 2002 das Gesetz, dass jedem Erwachsenen, der seinen Wunsch zum Sterben freiwillig und wiederholt u ert, dieser auch gew hrt wird. Dabei gilt jedoch, dass der Patient sich in dem Augenblick des Wunsches "in einer medizinisch ausweglosen Situation befinden muss], in der ein anhaltendes, unertr gliches physisches oder psychisches Leid besteht, das durch einen Unfall oder eine schwere und unheilbare Krankheit verursacht ist und nicht gelindert werden kann." Nach dem Daf rhalten der belgischen Justiz war dies im Falle von Marc und Eddy gegeben; sie befanden sich demnach in einer medizinisch ausweglosen Situation, die sie beiderseits psychisch und physisch leiden lie . Dieses Ph nomen ist unter der Bezeichnung der "aktiven Sterbehilfe" bekannt und in Deutschland verboten. Geht man jedoch circa 80 Jahre in der deutschen Geschichte zur ck, kommt man an die Anf nge der sogenannten "Euthanasie". Sogenannt deshalb, da der Begriff eigentlich, wie oben beschrieben, das Befreien eines Leidenden von seinen Schmerzen durch einen, den Umst nden entsprechend, m glichst angenehmen Tod bedeuten sollte. Doch das NS-Regime verstand darunter nicht die Freiheit eines Individuums im Falle eines unertr glichen Leids ber den Ausgang seines eigenen Lebens zu entscheiden, sondern stempelte jene Personen, die mit physischen oder psychischen Leiden behaftet waren, als eine Last f r den Staat und die Gesellschaft ab.
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