Ein Kind sagt die Wahrheit. Niemand schreibt sie auf.
Ein Zw lfj hriger sagt einer Sachbearbeiterin des Jugendamts, dass in seinem Haus eine Frau lebt, die nicht heraus darf. Er nennt einen Namen, ein Rohr, das morgens zur falschen Zeit l uft, und zweihunderteinunddrei ig Tage, gez hlt hinten in einem Schulheft.
Nadja Corell schreibt es auf. Sie f hrt hin. Der Pflegevater bietet Kaffee an und ffnet ihr jede T r. Sie findet nichts.
Achtzehn Jahre zuvor hat die junge Gutachterin Mara Voss ber einen dreizehnj hrigen Jungen fast denselben Satz geschrieben - und ein M dchen ist daf r in einem Keller gestorben, dessen Existenz sie bestritten hat.
Heute t tet dieser Junge. Mit jedem Opfer stellt er einen Satz aus ihrem Gutachten nach. Und er k ndigt an, danach ber ihre seit zehn Jahren verschwundene Tochter zu sprechen.
Ein Psychothriller ber den einzigen Satz, der ein Kind unsichtbar macht - und ber die vier Menschen, die brauchten, um ihn zu widerlegen.