Sparta als "Stadt ohne Geldwirtschaft" gilt als "vorsintflutlicher Widersacher" von Athen, so dass seine Wirtschaft auch als "klassischer Anachronismus" bezeichnet wurde. Das Eindringen von Geld am Ende des Peloponnesischen Krieges (404/3 v.Chr.) wird nicht zuletzt f r den "Untergang" Spartas verantwortlich gemacht, auch wenn dieses noch lange weiterexistierte.
Die Forschungen der letzten Jahrzehnte haben das Bild der materiellen Bescheidenheit und Abschottung zwar betr chtlich korrigiert, aber noch keine umfassende bersicht ber die Wirtschaft Spartas hervorgebracht. Daher beleuchtet Lukas Thommen in diesem Handbuch Sparta in allen seinen wirtschaftlichen Facetten und untersucht differenziert die konomische Entwicklung von der archaischen bis zur r mischen Zeit.
Dabei zeigt sich, dass die spartanischen B rger weit mehr in die wirtschaftlichen Belange eingebunden waren, als gemeinhin angenommen wird. Zudem hatte die Stadt einen durchaus beachtlichen, staatlich organisierten Finanzhaushalt und ist keineswegs an den Geldgesch ften vorbeigegangen.