L sst sich der Einsatz milit rischer Gewalt zum Schutz der Menschenrechte innerhalb fremder Staaten rechtfertigen? Die Arbeit beleuchtet die Frage nach der Rechtfertigung humanit rer Interventionen. Dazu werden Interventionsargumente in der Geschichte des politischen Denkens ausgehend von Wurzeln in Antike und Mittelalter ber die Kriegsethik der spanischen Sp tscholastik, das politische Denken der Neuzeit bis zur Kritik jeglicher Form von Interventionen vor dem Hintergrund der Dominanz des Souver nit tsprinzips im politischen Denken des 18. Jahrhunderts rekonstruiert. Vor diesem Hintergrund argumentiert der Autor daf r, dass die Souver nit t der Staaten nicht unabh ngig vom Schutz der grundlegenden Menschenrechte ihrer B rger gedacht werden kann. Staaten haben eine prim re Verantwortung f r den Schutz ihrer B rger, die, wenn der einzelne Staat sie nicht erf llt, als sekund re Verantwortung auch der Staatengemeinschaft als Schutzverantwortung (responsibility to protect) zukommt und milit rische Interventionen im Falle massiver Menschenrechtsverletzungen als letztes Mittel erlaubt.