Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 3,0, Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen (Institut f r Deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar Don Juan, Sprache: Deutsch, Abstract: Christian Dietrich Grabbe verfasste das Ideendrama "Don Juan und Faust" 1828. Fasziniert von Goethe und Mozart war es Grabbes Intention, die beiden Hauptcharaktere, n mlich Faust und Don Juan, in ihrer Gegens tzlichkeit miteinander zu verkn pfen und beide als Gegenspieler in ein und demselben Werk darzustellen. Mit der Wahl des welthistorischen Roms als Handlungsort f r das Drama, ist es Grabbe gelungen die beiden legend ren Individuen Faust und Don Juan geschickt miteinander in Verbindung zu bringen, da Rom Grabbes Auffassung nach "im Augenblick der] Jahrtausende verschmolzen" ist und Grabbes wesentliche Einstellung zur Geschichtsauffassung widerspiegelt: N mlich, dass alles von Menschenhand geschaffene nicht ewig bestehend bleibt, sondern verg nglich ist. Gerade dieses negative Weltbild Grabbes, welches unumstritten aus seinen pers nlichen Lebenserfahrungen r hrt, l sst erkennen, dass Grabbe, welcher in einem Zeitalter aufwuchs, das von einem durch und durch geistlichen Denken bestimmt war, selbst in eine tiefe seelische Not geraten war, welche seine Welt gottesleer erscheinen lie . Die Frage nach dem Wesen Gottes, sowie nach dem Sinn des Seins war f r Grabbe essentiell und er bem hte sich zeitlebens eine Antwort darauf zu finden, welche ihm pers nlich das Leben wieder lebenswert erscheinen lassen sollte. Dieses Streben nach dem Wesen des G ttlichen und dem Sinn des menschlichen Daseins pr gte Grabbe zutiefst und spiegelt sich auch in seinem Drama Don Juan und Faust wieder.
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