Die Arbeit entwickelt eine neue Perspektive auf Transformationsprozesse, die unabh ngig vom jeweiligen Regimetyp gedacht werden. Sie ber cksichtigt damit sowohl demokratische als auch autorit re Entwicklungen und erm glicht eine ergebnisoffene Analyse, ohne Demokratie als unausweichliches Endziel vorauszusetzen. Im Mittelpunkt steht die Interaktion zwischen Zivilgesellschaft und politischen Eliten, die die Regierungsgewalt aus ben. Je nach Motivation und Interessenlage beider Seiten kann diese Interaktion kooperativ oder konfliktgeladen verlaufen. Diese Dynamiken pr gen ma geblich den Verlauf von Transformationen und bestimmen, ob sich demokratische oder autorit re Strukturen herausbilden.
Die detaillierte Untersuchung des ungarischen Transformationsprozesses von 1990 bis 2023 er ffnet einen bislang einzigartigen Einblick in die politische Entwicklung des Landes. W hrend die 1990er-Jahre von einer demokratischen ffnung gepr gt waren, zeigen die Entwicklungen seit den fr hen 2000er-Jahren eine zunehmende Verschiebung hin zu autorit ren Strukturen.