Hegels Auffassung vom Subjekt und von dessen Verh ltnis zur Sprache ergibt eine gegen ber allen seinen Vordenkern neue Konzeption der Philosophie und der Aufgabe des Denkens berhaupt. Die Frage gilt nicht mehr der Erkenntnis der Prinzipien, die unserem Denken als das Vorausseyende zugrunde liegen, sondern in der Wissenschaft der Logik geht es um die Aufdeckung der Weise, in der sich das Vorgefundene im begreifenden Denken als das Wirkliche manifestiert. Die Vorstellungen machen sowohl f r Kant als auch f r Hegel den Stoff aus, den das Denken zu verarbeiten hat. Der bei Kant noch vage und ambivalente Begriff von Vorstellung wird aber bei Hegel erheblich pr ziser: Als die Mitte zwischen der Anschauung und dem Denken ist die Vorstellung auf Versprachlichung angelegt und als Sprache aufzufassen: Die Produkte der Vorstellung (d. i. die Zeichen) haben als anschauliche Gebilde gegenst ndliche Existenz und Wirklichkeit. Auf diesem wirklichen Charakter der Produkte des Vorstellens basiert bei Hegel die schlie liche Gleichsetzung des Wirklichen und des Denkens: Das was ist zu begreifen, ist die Aufgabe der Philosophie, denn das was ist, ist die Vernunft.
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