Welche Aufgaben kann die Literaturwissenschaft im interdisziplin ren oder kulturwissenschaftlichen Bereich erf llen, wenn die Zugeh rigkeit der untersuchten Texte zur Literatur durch keinen Kanon garantiert ist? In einer umfangreichen Einf hrung wird die Funktion der Topik auf diese Fragestellung hin bestimmt. Die Wahl der Topik hat zwei Gr nde: erstens nimmt eine Reihe von traditionellen literarischen Fragestellungen auf das Ph nomen der uneigentlichen Rede Bezug, zweitens schl gt diese durch ihre Zugeh rigkeit zum System der Rhetorik eine Br cke zu einem wissenssoziologischen Kulturbegriff. Der Hauptteil von Werte und Worte liefert eine exemplarische Anwendung dieser theoretischen berlegungen auf den Topos des Geld-Sprach-Vergleichs. Im Anschlu an die Darstellung des konomischen Denkens bei Leibniz, Hamann und M ller werden aus den wissenschaftshistorischen Implikationen der Theorien zu monet rem und sprachlichem Wert eine Reihe von Denkfiguren rekonstruiert, welche die Verbindung zwischen National konomie und Sprachtheorie kennzeichnen. Schlie lich wird in einem zus tzlichen Abstraktionsschritt versucht, den Zusammenhang zwischen der Etablierung einer Ideologie des sthetischen und derjenigen wirtschaftsliberaler Theoreme aufzuzeigen.