Der Benediktiner Ranulph Higden verfasste Mitte des 14. Jahrhunderts die Weltchronik Polychronicon, die in England mehr als hundert Jahre lang verbreitet und rezipiert wurde. Die Chronik beginnt mit einer umfassenden Kompilation geographischen Wissens aus einschl gigen Werken antiker und mittelalterlicher Autoren. Zwanzig Weltkarten begleiten die handschriftliche berlieferung. Sie zeigen den vom Ozean umgebenen Erdkreis mit Asien, Afrika, Europa und dem Mittelmeer. Die vorliegende Studie analysiert erstmals alle bekannten Polychronicon-Karten sowie ihre kodikologischen und inhaltlichen Kontexte. Ausgehend von Higdens Auffassung von Wissen wird er rtert, wie und warum hier geographische Angaben zur Abbildung gebracht wurden. Die zeitgen ssische Praxis des Memorierens erweist sich dabei als wesentlicher Faktor bei der Konzeption der Karten, die weniger Hilfsmittel zum Erlernen von Geographie waren als Produkte angeeigneten Wissens. Sie tradieren ein mentales Bild der Welt, das auf der Lekt re des Polychronicon beruhte.
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