Theodore hat die Kunst perfektioniert, unsichtbar zu sein.
In der Schule ist er nichts weiter als ein Stipendiat unter vielen - ruhig, distanziert, leicht zu bersehen. Niemand stellt Fragen. Niemand schaut genauer hin. Und genau so soll es sein.
Denn je weniger sie wissen, desto sicherer ist er.
Bis Apolo auftaucht.
Selbstsicher. Unnahbar. Einer von denen, die einen Raum nicht nur betreten, sondern ihn beherrschen. Von dem Moment an, in dem sie gezwungen sind, zusammenzuarbeiten, macht Apolo eines unmissverst ndlich klar: Er kann Theodore nicht ausstehen. Und Theodore ist nur zu bereit, es ihm gleichzutun.
Doch Hass ist einfach.
Was nicht einfach ist, ist die Art, wie Apolo sich unter seine Haut schleicht. Wie seine Abwesenheit pl tzlich eine Leerstelle hinterl sst. Wie jeder Blick, jedes Wort, jedes Schweigen eine Bedeutung bekommt, die es nicht haben d rfte.
Denn Menschen wie Apolo bemerken Menschen wie Theodore nicht.
Und wenn doch ... dann nie ohne Grund.
Je mehr Theodore versucht, Abstand zu halten, desto mehr ger t alles ins Wanken - seine Routine, seine Kontrolle und die Mauern, die er so sorgf ltig errichtet hat.
Und als die Wahrheit schlie lich ans Licht kommt, wird ihm eines schmerzhaft bewusst:
Manche Geheimnisse ver ndern nicht einfach alles.
Sie zerst ren es.