"Der Antisemitismus ist genau das, was er zu sein vorgibt: eine t dliche Gefahr f r die Juden und sonst nichts", schreibt Hannah Arendt 1951. Antisemitismus tritt in klassischen Gew ndern auf oder in neuzeitlicher Camouflage, als judenfeindliche Handlungen, in antisemitisch motivierten Massakern, als Gewalt gegen einzelne J dinnen und Juden, gegen das Judentum und das j dische Volk an sich sowie gegen jene, die sich gegen Antisemitismus engagieren. Vor diesem Hintergrund beleuchten die Autor*innen u.a. die Geschichte der antisemitischen Inszenierungen und diskutieren die Debatten ber den Begriff des Antisemitismus. Sie fragen in Anlehnung an Theodor Herzl, inwieweit der "Judenstaat ein Weltbed rfnis" ist und analysieren die antisemitischen Inhalte der propal stinensischen Inszenierungen nach dem 7. Oktober 2023. Rechte, linke und islamische Antisemitismen werden im Hinblick auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten diskutiert und eigene sowie aktuelle empirische Befunde aus der nationalen und internationalen Antisemitismusforschung genutzt, um die G ltigkeit einschl giger sozialwissenschaftlicher Erkl rungen zu pr fen. Schlie lich setzen sich die Autor*innen mit postkolonialen Gedankenspielen auseinander und pr sentieren eine Vision, nach der der einzige Weg, um dem Antisemitismus zu begegnen, darin besteht, sich f r einen universellen Humanismus stark zu machen. Ein fiktives Gespr ch am Schluss des Buches macht deutlich, dass sich der Antisemitismus gegen die Vernunft, die Freiheit, die Toleranz sowie die Verschiedenheit der Menschen und sozialen Gemeinschaften richtet.
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