Welches Verh ltnis besteht zwischen Wahrnehmung und Wahrnehmungsurteil? Handelt es sich auf der einen Seite um rein sinnliche Gehalte, welche sprachlich gar nicht ausgedr ckt werden k nnen? Oder sind es umgekehrt sprachliche Strukturen, die uns berhaupt erst etwas als etwas erkennen lassen? Beide Positionen verursachen ein Unbehagen.
Katrin Nolte ist in dieser historisch weit ausgreifenden und zugleich klar systematisch konzipierten Untersuchung einem althergebrachten philosophischen Dogma auf der Spur, welches beiden Extrempositionen zugrunde liegt. Sie er ffnet mit der Aufgabe dieses Dogmas eine Perspektive, in der sinnliche und sprachliche Gehalte als vermittelbare gedacht werden k nnen, ohne dass ihre gegenseitige Souver nit t in Frage gestellt werden muss.
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