Eine klassische Definition f r Demokratie lautet in bereinstimmung mit Art. 20 Abs. 2 des Grundgesetzes: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen ...] ausge bt. Das eine Wort Wahlen l t vielf ltige, im Ergebnis h chst unterschiedliche Ausgestaltungen des Wahlrechts zu, angefangen mit der relativen Mehrheitswahl bis hin zur reinen Verh ltniswahl. Die M glichkeiten dazwischen sind Legion.
Die deutsche Verfassungsgeschichte veranschaulicht das Gesagte ganz konkret. Jede der gro en Z suren hatte ein anderes Wahlrecht zur Folge. Galt im Kaiserreich die absolute Mehrheitswahl, so in der Weimarer Republik die (fast) reine Verh ltniswahl. Das jetzt geltende Wahlrecht wird personalisierte Verh ltniswahl mit F nfprozenth rde genannt. Die deutschen Diktaturen wollten nicht auf den demokratischen Anstrich verzichten und inszenierten Veranstaltungen, die die Bezeichnung Wahlen trugen. Ob es korrekt ist, auf die Anf hrungszeichen zu verzichten, dar ber sind die Meinungen geteilt, je nachdem, ob ein technischer Wahlbegriff akzeptiert wird.
Die Beitr ge des Sammelbandes behandeln wichtige Aspekte des Wahlrechts allgemein, des deutschen Wahlrechts im besonderen und der deutschen Wahlrechtsgeschichte.
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