TV-Serien sind in den letzten 15-20 Jahren zu einem besonders kreativen Feld f r Schauspieler, Regisseure und Autoren geworden. Steigende Budgets und die streckenweise euphorische Resonanz beim Publikum und in den Feuilletons f hren dazu, dass sich die traditionelle Form des Geschichtenerz hlens vom Kinofilm zu TV-Serien hin verlagert hat - auch deshalb, weil sich das Serienformat hervorragend dazu eignet, l ngere Entwicklungen von Charakteren, Beziehungen und Handlungsstr ngen zu verfolgen. Im Zuge dessen haben sich auch unsere Sehgewohnheiten ge ndert. Immer fter werden Serien nicht mehr im Fernsehen geschaut, sondern auf DVD oder gleich im Stream - und dann nicht nur eine Folge, sondern gerne auch mal die halbe Staffel am Abend. "Binge-watching" l sst gr en. Gleichzeitig bietet die narrative und sthetische Struktur der TV-Serie die M glichkeit einer vielschichtigen Erkundung sozialer und gesellschaftlicher Bedingungen und Prozesse. Die Beitr ge in diesem Buchnehmen Serien aus vielen verschiedenen Perspektiven in den Blick - von Psychologie, Medienwissenschaften, Amerikanistik, Kulturphilosophie bin hin zu Forensik und Neurobiologie.