Das Christentum nimmt zur materiellen Kultur eine ambivalente Haltung ein. Einerseits sch?pft es sein Selbstverst?ndnis aus der Ablehnung oder Domestizierung idolatrischer Praktiken, andererseits greift es in vielf?ltiger Weise auf einen Kult der Dinge zur?ck. In exemplarischen Untersuchungen der christlichen Dingkultur vom Sp?tmittelalter bis ins 19. Jahrhundert behandelt Laube jene R?ume und Praktiken, die ein Nahverh?ltnis von Mensch und Ding herstellen. Ohne die unmittelbare Anmutung der Dinge sind weder die im Kirchenraum ausgestellten Exotika noch die eklektisch gestalteten Reliquiare in den Heiltumssammlungen denkbar. Die fr?hmoderne Wissenschaftsauffassung verdichtete sich im Kabinett, wo gesammelte Gegenst?nde in epiphanischen Momenten des Sehens und Ber?hrens erfahren werden konnten. Weitgehend textunabh?ngige, sich in Dingen konzentrierende Medienwelten entstanden im Dienst der Erinnerung an Luther, in der Gestalt des pietistischen Wissenstheaters und nicht zuletzt im Programm einer auf christliche Artefakte aufbauenden "Monumentalen Theologie". Von der Reliquie zum Ding ist das Standardwerk ?ber Bedeutung und Wandel auratisch aufgeladener Objekte in der christlichen Kulturgeschichte.
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