Wir leben in einer visuellen Medienkultur, einer "visual culture", in der wir st ndig mit "Bildern" verschiedenster Art konfrontiert sind: Werbung versucht, uns mit perfekt inszenierten Images zu verf hren, Pressefotos lassen uns zu Augenzeugen entfernter Kriege und Katastrophen werden und Politiker streben danach, sich kameragerecht zu pr sentieren. Aber auch im Alltag halten wir alle wichtigen Ereignisse fotografisch fest, um uns zu erinnern und sie mit anderen teilen zu k nnen. Doch wie lassen sich Bilder entschl sseln? Und wie ist die kommunikative "Macht der Bilder" zu erkl ren?
Katharina Lobinger bestimmt den Ansatz der "Visuellen Kommunikationsforschung" in Abgrenzung zu anderen Bildwissenschaften. Hierbei werden die zentralen Forschungsfelder herausgearbeitet: Bilder in Journalismus, in Werbung, Public Relations, politischer Kommunikation und in der mediatisierten Alltagskommunikation. In einer Metaanalyse untersucht die Autorin die Entwicklung, Etablierung und die Forschungsaktivit ten der "Visuellen Kommunikationsforschung" in den letzten 20 Jahren und zeigt, mittels welcher Methoden welche Erkenntnisse in der bisherigen Forschung produziert wurden.