Klima oder Mensch, Wald oder Acker - was pr gte die Vegetationsbedeckung der Landschaften in Deutschland seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren? Wie wandelte sich der Wald in S ddeutschland, als Doggerland in der Nordsee versank? Ab wann gab es Landwirtschaft und welche Folgen hatte sie schon fr hzeitig f r die Umwelt? Die Untersuchung von fossilem Bl tenstaub gibt Antwort auf derartige Fragen. Sie l sst uns die Entwicklung von der K ltesteppe nach dem Abschmelzen der Gletscher zu den dichten W ldern der Nacheiszeit und vom Beginn des Ackerbaus bis hin zur heutigen Kulturlandschaft nachvollziehen.
65 Autorinnen und Autoren legen in diesem Band den neuesten Kenntnisstand zur Vegetationsgeschichte in 39 Naturr umen von den Alpen ber die Mittelgebirge bis in die Tiefebene vor - erstmals auf der Basis von standardisierten Pollendiagrammen mit zeitlicher Vergleichbarkeit. Sie zeigen, dass unterschiedliche Landschaften unter Einfluss des Klimas eine gro e Vielfalt an Waldformationen hervorbrachten, bis der Mensch sie nach und nach in die typischen Kulturlandschaften, wie wir sie heute kennen, umwandelte. Weiterhin informieren 6 Einleitungskapitel und 23 Exkurse ber fr he Formen der Land- und Ressourcennutzung sowie ber Naturph nomene und methodische Aspekte. Die Entstehung und die Merkmale naturnaher wie auch menschlich gepr gter kosysteme wird durch diese historische Perspektive verst ndlich.
Mit diesem Buch erf llt sich der lang gehegte Wunsch nach einem modernen Standardwerk f r an der Geschichte von Vegetation, Klima und Landnutzung interessierte Leserinnen und Leser.