Urlaub in der DDR war im doppelten Wortsinne Urlaub vom Staat. Im Jahr 1947 rief der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund den Feriendienst ins Leben, um den Tourismus in das neue politische System einzubinden. Wahrend die Burger diese Einrichtung gern in Anspruch nahmen, setzten sie den politischen Ordnungsvorstellungen zugleich eigensinnige Interpretationen des Urlaubs entgegen, die oft im Gegensatz zu den staatlichen Vorgaben standen. Anhand bisher unveroffentlichter Quellen untersucht Christopher Gorlich die spannungsreiche Geschichte des organisierten Tourismus in der SBZ/DDR und beschreibt den langen Aushandlungsprozess zwischen Burgern und Staat, in dessen Verlauf sich die Vorstellung eines sozialistischen Urlaubs als Utopie herausstellte.
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