Dem Vater geht es dreckig. Er wei , er wird bald sterben. Die Krankheit frisst ihn auf. Aus dem durch die Katastrophe v?llig verw?steten Deutschland macht er sich mit dem Sohn gen S?den auf. Er hofft, in Genua oder was noch davon ?brig ist, jemand aus der Familie zu finden, bei dem er den Sohn in Obhut geben kann. Was vor zehn, zw?lf Jahren noch eine Autofahrt von sieben bis acht Stunden gewesen w?re, ist jetzt ein wochenlanger, beschwerlicher Marsch durch einen ins dunkelste Mittelalter zur?ckgeworfenen Kontinent.
Vater und Sohn haben aus Angst vor dem Komitee Jahre als Einsiedler im Wald verbracht. In ihrer Einsamkeit und gegenseitigen Abh?ngigkeit gab es nur ein Thema, das absolut tabu war: Die Katastrophe und wie es dazu kam.
In Anbetracht der M?hen des Weges und des bevorstehenden Todes bricht der Vater sein jahrelanges Schweigen. Immer, wenn er Kraft und Zeit dazu findet, berichtet er seinem Sohn, wie das Ende der europ?ischen Demokratien geplant, eingeleitet und besiegelt wurde. Davon, mit welcher teuflischen Brillanz das Komitee die Schw?chen der demokratischen Systeme ausnutzte, um sie zu Fall zu bringen. Er enth?llt dabei seine eigene Rolle, die ihn im Angesicht seines Sterbens nun noch betr?blicher stimmt.
Wie verh?lt sich das Komitee? ?bersteht es die selbst inszenierte Apokalypse? Und noch viel wichtiger: Wird der Vater den Sohn der Obhut ?bergeben k?nnen, die er f?r ihn sucht?