Die BeitragsautorInnen des vorliegenden Bandes diskutieren das forschungsprogrammatische Konzept einer ungleichheitssensiblen Hochschullehre aus unterschiedlichen Perspektiven. Ziel ist es, in systematischer Weise aufzuzeigen, wie sich Ungleichheitssensibilit t in der Lehre verankern l sst, mit welchen Widerst nden zu rechnen ist und welche professionellen Praxen von Lehrenden im Kontext ungleichheitssensibler Hochschullehre entscheidend sein k nnen. Denn wenngleich an den Hochschulen dar ber viel diskutiert wird, gibt es wenig empirische Hinweise dazu, welche Lehrkultur f r eine heterogenit tsorientierte und ungleichheitssensible Lehre in der Praxis grundlegend ist, welche Werte und berzeugungen bei Hochschullehrenden zu erwarten sind und welche p dagogischen Handlungen und tradierten Normalit tsverst ndnisse der Lehrenden bei der Festschreibung von Homogenit ten, von Differenzen und der Konstruktion von Ungleichheiten eine Rolle spielen.