Der Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine 2014 und die gro e Invasion 2022 warfen Fragen zur Interpretation der ukrainischen Erfahrung des Zweiten Weltkriegs auf. Die von Russland in den besetzten Gebieten aufgezwungene Version basiert auf dem modifizierten stalinistischen Mythos des "Gro en Vaterl ndischen Krieges" und erstreckt sich bis in die Gegenwart, in der die Rolle der "Nazis" ukrainischsprachigen Ukrainern oder dem Westen zugeschrieben wird.
Gleichzeitig hat sich die Ukraine in einem l ngeren Prozess der Neubewertung des Zweiten Weltkriegs engagiert: Versuche, zeitgen ssische ukrainische Verteidiger mit der sowjetischen Tradition zu verkn pfen, einen Kanon nationaler Helden zu etablieren und die europ ische Erfahrung des Gedenkens am 8. Mai als Tag der Erinnerung und des Sieges ber den Nationalsozialismus zu bernehmen, w hrend der 9. Mai als Europatag betrachtet wird. Inmitten dieses Prozesses entstand Sergei Yekelchyks Buch, das sich auf die Erfahrungen gew hnlicher Menschen und westliche Helden konzentriert und eine Perspektive auf die Vergangenheit aus der Sicht der Werte des neuen Ukraine bietet, insbesondere Demokratie und Menschenrechte.
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