Der Transhumanismus versteht sich als kulturelle Bewegung und als interdisziplin rer Forschungsansatz mit dem Ziel der umfassenden Verbesserung des Menschen, d.h. seiner kognitiven, emotionalen und moralischen F higkeiten, mit technischen Mitteln. Der Transhumanismus stellt lebensweltlich grundlegende Grenzziehungen in Frage, z.B. der Grenze zwischen Natur und Technik, Mensch und Tier, Mensch und Maschine, Personen und Sachen, Wachsen(lassen) und Eingreifen, Therapie und enhancement.
Prim res Ziel dieses Bandes ist eine Kritik des Transhumanismus. Die Beitr ge diskutieren seine impliziten Metaphysik, Anthropologie und Ethik: Ist das vom Transhumanismus anvisierte Ziel metaphysisch m glich und auch technisch realisierbar? Ist die von ihm geforderte umfassende Technisierung der menschlichen Natur moralisch legitim und sozialethisch vertretbar? Ist die Selbstverbesserung des Menschen durch berwindung seiner conditio humana berhaupt rational w nschenswert? Von der kritischen Durchleuchtung transhumanistischer Positionen soll eine aufkl rerische Wirkung auf eine technikbegeisterte intellektuelle ffentlichkeit ausgehen.
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