Durch Normen wird gesellschaftliches Zusammenleben erm glicht und reguliert. Welche Handlungen als Transgressionen von Normen etikettiert und sanktioniert werden, ist das Resultat sozialer Aushandlungsprozesse. Transgression und Normdevianz k nnen dabei sowohl das bestehende Normsystem stabilisieren als auch unterminieren. Die Beitr ge dieses Sammelbandes wollen anhand ausgew hlter Fallstudien von der griechischen Klassik bis in die r mische Kaiserzeit einige Impulse zum Verh ltnis von Norm und Devianz in antiken Gesellschaften liefern und die Rolle von transgressiven Akten f r die Dynamik gesellschaftlicher Systeme untersuchen. In 8 Beitr gen u.a. zum Artemiskult, zu dem Tragiker Agathon, zu Cicero, Lucan und Tacitus wird das Thema modellhaft verhandelt.