Die Kommunalverwaltungen in Deutschland befinden sich in einem akuten Spannungsfeld: Der Reformdruck steigt, aufgrund diverser Herausforderungen wird eine neue Rolle gefordert, um gestaltend und moderierend auf die lokale sozial- kologische Transformation zu wirken. Dem gegen ber steht jedoch eine fachlich wie gesellschaftlich debattierte Ver nderungsresistenz der Verwaltung: Die Strukturen der Verwaltung scheinen ein Beharren auf etablierte Institutionen und Routinen zu bef rdern.
Das vorliegende soziologische Buch adressiert diese Beharrungskr fte. Den theoretischen Rahmen stellen der Sozialkonstruktivismus sowie die institutionellen Logiken dar, empirisch wird eine Fallstudie im Modus des Transformativen Forschens mit explorierenden und narrativen Methoden ergr ndet. Die Stadtverwaltung der Fallstudie durchl uft einen Ver nderungsprozess, der auf den Reformdruck eingeht. Im Fokus stehen die Erz hlungen und Erlebnisse der Verwaltungsmitarbeitenden. Analysiert wurden die beschriebenen Institutionen und Routinen des Arbeitsalltages in der Verwaltungskultur, sowie die wahrgenommenen Herausforderungen im Change Prozess.
Es zeigt sich, dass der Widerstand gegen Transformationen in der Struktur der Verwaltung verankert ist. Dementsprechendes Handeln der Mitarbeitenden wird in der institutionalen Ordnung bef rdert, unangemessenes Verhalten vermieden.