Ich habe diesen Text nicht geschrieben, um etwas zu erkl ren oder aufzul sen. Er ist entstanden aus einem inneren Stillstand heraus, aus einem Moment, in dem sich eine alte Wunde wieder meldete, leise, aber bestimmt. Mit ihr kamen der Schmerz, die Versuchung und schlie lich die Vergebung, nicht als klare Begriffe, sondern als Empfindungen, die gleichzeitig anwesend waren und einander widersprachen. Mich interessierte nicht die Frage nach Schuld im moralischen Sinn. Mich besch ftigte vielmehr, was geschieht, wenn Vergebung pl tzlich auftaucht, ohne dass man bereit f r sie ist. Wenn sie nicht tr stet, sondern verunsichert. Wenn sie nicht erl st, sondern Fragen stellt. Kann man vergeben, ohne sich selbst zu verlieren? Und was bleibt, wenn man es nicht tut? Die Bilder von Spuren und Wegen stehen f r mein eigenes Leben, f r Entscheidungen, Abzweigungen, Verluste. F r das langsame Verschwinden von Hoffnung, nicht als dramatischer Bruch, sondern als schleichender Prozess. Das wiederholte - Ohne Vergebung? - ist kein Urteil, sondern mein Z gern. Eine Frage, die ich mir selbst stelle, ohne zu wissen, ob es darauf eine Antwort gibt. Ich habe diese Texte geschrieben, um diesem inneren Zustand eine Form zu geben. Nicht um abzuschlie en, sondern um auszuhalten. Vielleicht ist er weniger ein Bekenntnis als ein Innehalten, ein Versuch, dort zu bleiben, wo Schmerz und Vergebung sich begegnen, ohne sich zu vers hnen.
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