Thomas S. Kuhns Buch "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" z hlt zweifelsohne zu einem der einflussreichsten Werke innerhalb der Wissenschaftstheorie des vergangenen Jahrhunderts. Mit seinen wissenschaftshistorisch gest tzten berlegungen zu revolution ren Paradigmenwechseln fordert er ein naives Bild des kumulativen Fortschritts der Wissenschaften heraus. Das Buch ist damit einer der Ausgangspunkte der sogenannten 'historischen Wende' in der Wissenschaftsphilosophie. Und noch heute provoziert die Verwendung der Begriffe "Paradigma", "Normalwissenschaft", "Krisenforschung", "Anomalie" oder "Inkommensurabilit t" teils erbitterte Debatten in der Wissenschaftsphilosophie.
Neben der au erordentlichen Relevanz, die Kuhns Buch f r akademische Debatten in der Philosophie und der Wissenschaftstheorie hatte, ist dar ber hinaus aber auch die ungemeine Popularit t des Buches bemerkenswert: Fast 1,5 Million Exemplare der englischen Ausgabe wurden verkauft' 'The Times Literary Supplement' z hlt das Buch zu den 100 einflussreichsten B chern nach dem Zweiten Weltkrieg, der ehemalige Vize-Pr sident und Friedensnobelpreistr ger Al Gore nennt das Buch als eines seiner Lieblingsb cher und in vielen Einf hrungsvorlesungen zu methodischen Grundlagen von Spezialdisziplinen wird das Buch erw hnt.
Der Band versammelt Beitr ge der national und international f hrenden Experten zu Kuhns Klassiker und erm glicht so die kapitelweise Erschlie ung des Originaltextes.