Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 2,3, Freie Universit t Berlin (Friedrich-Meinecke-Institut), Veranstaltung: PS: Kalter Krieg und soziale Bewegungen: Gesellschaft, Ideologie und Feindbilder in Westeuropa (1948-1989), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Autonomen werden in der Berichterstattung der Medien meist nur als vermummt agierende Demonstranten und Gewaltt ter wahrgenommen. Eine wichtige Ursache f r diese Wahrnehmung liegt in ihrer selbstgew hlten Isolierung. Sie bewegen sich als Subkultur ganz bewusst am Rande der Gesellschaft. In Folge dessen gibt es wenig Erkenntnisse ber ihre Entstehung und Entwicklung. Die Theorien, Feindbilder und Motive bleiben weitgehend verschwommen. Die umfassendsten Arbeiten zu diesen Themen stammen von ehemaligen Aktiven der autonomen Szene. Die Bewertungen und Erkl rungsversuche von Geronimo, Thomas Schultze und Almut Gross sind stark subjektiv gef rbt. Seit Mitte der 70er Jahre verloren die Ereignisse des Kalten Krieges durch den Zerfall und die Zersplitterung der neuen sozialen Bewegungen (NSB) zunehmend an innenpolitischer Bedeutung. Neben das Ph nomen der Massenarbeitslosigkeit tritt das No-Future-Denken. Leistungs- und Konsumzwang f hren zum Hedonismus. Der Zentralisierung und Organisation einzelner sozialistischer und kommunistischer Gruppen steht die Anonymisierung und Vereinzelung der st dtischen Bev lkerung gegen ber. Dieser Wandel f hrte langfristig zur Theorie- und Politikfeindlichkeit. Dennoch entwickelten sich in den 80er Jahren aus den Theorien der italienischen "Autonomia operaia" und der bundesdeutschen Sponti-Bewegung die relativ eigenst ndige politische Subkultur der Autonomen. Der gesellschaftliche Wandel ist an ihnen nicht spurlos vor ber gegangen: Theorien spielen keine allzu gro e Rolle mehr. Indem man sich gegen den Staat und das System generell wendet, vermeidet man zugleich eine politische Positionierung im weltpolitischen Blocksys
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