Der Verfasser bearbeitet ein systematisch wie werkgeschichtlich wesentliches Problem aus dem Entwicklungsgang der Soziologie mile Durkheims (1858-1917). Seine Leitfrage: Bedeutet das Durkheimsche Selbstmordbuch von 1897 mit seiner gesellschaftlichen Krisen- und Anomiediagnose sowie seiner "Berufsgruppen-Therapie" einen Bruch - einen Bruch mit den Aussagen der eher "optimistisch" gestimmten "Arbeitsteilung" von 1893? Dieses Buch war in moralischer Absicht und Hoffnung eine Apologie der Arbeitsteilung gewesen und hatte darauf gesetzt, da die arbeitsteilige Ungleichheit der modernen Sozialstruktur "organische Solidarit t" gewisserma en automatisch im Gefolge nach sich ziehen w rde. Die im Selbstmordbuch und im Vorwort der zweiten Auflage des Arbeitsteilungsbuches von 1902 ausgiebig behandelten Berufsgruppen beziehen ihren therapeutisch-moralischen Bindungseffekt jedoch aus der professionsspezifischen Gleichheit. Welche Rolle spielen im Zusammenhang dieser "Umorientierung" die Arbeiten von C lestin Bougl (1870-1940)? Bougl stand Durkheim nahe; er arbeitete mit in der "Ann e Sociologique," einer Fachzeitschrift, die 1896 von Durkheim gegr ndet worden war. Insbesondere die Themen "indisches Kastenwesen," "Differenzierung" und "Arbeitsteilung" bilden Ankn pfungspunkte. Die vorliegende Diplomarbeit bietet eine Bestandsaufnahme bez glich des wissenschaftlichen Dialogs Durkheim/Bougl . Dabei werden der soziologiegeschichtliche Kontext und die Entwicklung bei Durkheim schrittweise referiert und analysiert. Die mit dem Thema zusammenh ngende Fachliteratur der Zeitgenossen Durkheims in Deutschland und in Frankreich wird ausgiebig gew rdigt.
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