Der abschlie ende Band der Reihe pr sentiert eine Synthese der Forschungen des Heidelberger Sonderforschungsbereichs 933. Der SFB untersucht Dinge, auf denen etwas geschrieben steht, von den Anf ngen der Schriftlichkeit im Altertum bis zur Etablierung des Buchdrucks in der Fr hen Neuzeit. Zentral ist die Frage nach der Bedeutung der Materialit t f r das Geschriebene: Wie pr gt die Stofflichkeit das Verstehen von und den praktischen Umgang mit schrifttragenden Artefakten? Wie wird Geschriebenes im Raum pr sent und wirksam? Welche Rolle spielt Schriftlichkeit in unterschiedlichen kulturellen Kontexten?
Nach einer einleitenden Darlegung der Grundlagen einer Theorie materialer Textkulturen werden wesentliche Erkenntnisse aus zw lf Jahren interdisziplin rer Forschungsarbeit in 35 Thesen pr gnant zusammengefasst. Diese betreffen zuerst bergreifend die Bedeutung von Materialit t in der Konzeptualisierung und Reflexion von Schrift sowie Layout als notwendige Eigenschaft von Geschriebenem und die Beziehung von Text und Bild. Anschlie end werden wichtige Bereiche und Aspekte materialer Textkulturen in non-typographischen Gesellschaften behandelt: Ged chtnis und Archiv, materialer Wandel, Sakralisierung sowie Herrschaft und Verwaltung.