Das hethitische Recht ist uns nur sp rlich berliefert. Zwar vermittelt die Hauptquelle (die so genannte hethitischen Gesetze) ein eindrucksvolles Bild von der Rechtskultur der Hethiter, da sie aber wie alle keilschriftlichen Rechtssammlungen kein Rechtsinstitut abschlie end darstellt, bleibt unser Bild notwendigerweise l ckenhaft. Unter den 1906 in der Ruinenstadt Bogazk aufgefundenen Tontafeln und Tontafelfragmenten befanden sich auch solche juristischen Inhalts. Sie stellen die Hauptquelle unserer Kenntnisse vom hethitischen Recht, die so genannten hethitischen Gesetze, dar, die erstmals 1922 ver ffentlicht wurden. Der Text der hethitischen Gesetze ist in zahlreichen Fragmenten berliefert, die sich zu zwei Haupttexten zusammensetzen lassen, welche jeweils rund 100 Paragraphen umfassen. Der Inhalt der Tafeln ist vielf ltig und stellt die einzelnen Vorschriften meist nach besonderen G tern und Gruppen zusammen. Innerhalb der Tafeln, die sich erg nzen, lassen sich personenrechtliche, verm gens- und strafrechtliche Bestimmungen unterscheiden. Richard Haase hat hier den Versuch unternommen, die in den verschiedensten und zum Teil nicht einfach zu erreichenden Quellen enthaltenen Nachrichten juristischen Inhalts zu erg nzen und somit die hethitischen Rechtssammlungen einem breiteren Publikum zug nglich zu machen.
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