In dieser Analyse deutscher und franz sischer Pressetexte zum Thema Islam wird der sog. Raum zwischen den Zeilen untersucht. Gerade bei einem gesellschaftlich h ufig kontrovers und emotional diskutierten Thema lohnt sich der Blick auf das, was den Diskurs implizit mitbestimmt. Aus diesem Grund besch ftigt sich die Autorin mit "versteckten" Inhalten und geht insbesondere der Frage nach wie Textverstehen funktioniert. Dabei legt sie die argumentative Grundstruktur von informationsbetonten Pressetexten offen. Sie zeigt, dass sich diese aus dem Zusammenwirken implizit bleibender Argumentationsmuster und einzelsprachlich realisierter kommunikativer Strategien speist. Sowohl die mit dem Islam verkn pften Argumentationsmuster wie auch die betreffenden kommunikativen Strategien zeichnen sich durch Wiederholbarkeit aus. Dies ist ein wesentlicher Grund daf r, dass sie intuitiv verstanden und angewendet werden k nnen. Wo die Debatte um 'richtig' und 'falsch' ins Leere l uft, ist diese Herangehensweise geeignet, Themen konstruktiv zu diskutieren. Dies gilt f r den wissenschaftlichen Kontext ebenso wie f r ein anwendungsbezogenes Umfeld.