Die Rede vom Ereignis enth lt vielfache Konnotationen: die der Fl chtigkeit und Unwiederholbarkeit, die des Kontingenten und berraschenden, die des Einschneidenden und Epochemachenden, auch die des Neuen und Spektakul ren.
Der Sammelband fokussiert die Kategorie des Ereignishaften in der Literatur. Es werden die vielf ltigen Strategien beschrieben, mit deren Hilfe Schriftsteller Ereignishaftigkeit in bzw. mit ihren Texten erzeugen, indem sie Erwartungen und/oder Strukturen unterbrechen, st ren oder aufheben und zugleich den Text als ein pr sentisches Geschehen inszenieren. Im Unterschied zur lteren Diskussion um den Ereignisbegriff wird die Ebene der Programme und Praktiken verst rkt in den Blick genommen.
In seiner Komplexit t bietet der Ereignisbegriff f r die Literaturwissenschaft ein noch ungenutztes Potential. Er erlaubt zum einen vertiefte Einblicke in das Funktionieren literarischer Evolution. Zum anderen erm glicht er es, die in diesem Zusammenhang relevanten Modi einer auf den gegenw rtigen Augenblick bezogenen Selbstpr sentation, wie sie insbesondere moderne literarische Texte auszeichnen, angemessener zu verstehen und zu beschreiben.