Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Geschichte Europa - and. L nder - Mittelalter, Fr he Neuzeit, Note: Sehr gut (1,3), Friedrich-Schiller-Universit t Jena (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Katastrophe schien perfekt: Im Juli 955 erreichten Boten Herzog Heinrichs von Bayern K nig Otto den Gro en in Sachsen mit einer schlimmen Nachricht. Die Ungarn, so berichteten sie, dr ngen in das Reich ein und suchten die Schlacht mit dem Herrscher. Dabei hatte Otto ganz andere Sorgen. Gerade erst hatte er mit letzter Kraft den Aufstand seines Sohnes Liudolf und seines Schwiegersohnes Konrads des Roten niedergeschlagen, und die Sachsen in seiner Heimat mussten sich der Slawen erwehren, fielen also zur Ungarnabwehr aus. Was tun? Nach 19 Jahren als K nig ber Sachsen, Franken, Bayern, Schwaben und Lothringen schien das Ende Ottos nah. Ein ruhiges Dasein war dem Sohn Heinrichs I. auch bis dahin nicht beschieden gewesen. Die eben verrauchende Emp rung seines eigenen Sohnes hatte Otto zum zweiten Mal in Bedr ngnis gebracht. Schon ganz zu Beginn seiner Herrschaft hatte er sich gegen seinen Bruder Heinrich zur Wehr setzen m ssen, und s chsischer Adel war ohnehin immer mit von der Partie. Wie nun hatte Otto berhaupt den Thron verteidigen k nnen? Und was trieb die Aufst ndischen? Die Strukturen der Herrschaft Ottos und die Hintergr nde der Emp rungen sollen im Folgenden erhellt werden. Einer Skizze der Ausgangslage und der Aufst nde folgt eine Analyse der Motivationen der Rebellierenden. Nach Vorstellung der L sungsversuche Ottos f llt schlie lich der Blick auf die konkrete Herrschaftspraxis vor dem Hintergrund der Schlacht gegen die Ungarn, die auf dem Lechfeld stattfinden sollte.
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