Diese Monogaphie untersucht das Werk des brasilianischen Literaturkritikers Roberto Schwarz als periphere Auspr gung der Frankfurter Kritischen Theorie. Die Studie begr ndet den oft behaupteten perspektivischen Vorteil peripherer Positionen, indem sie die zentralen epistemologischen Voraussetzungen und kritischen Implikationen dieser Idee herausarbeitet.
Ausgehend von Schwarz' fr hen Essays rekonstruiert das Buch die Entstehung seines Denkens und zeigt, wie politische Umbr che der 1960er Jahre in Brasilien seinen Stil und theoretischen Fokus pr gten. Ein Schwerpunkt liegt auf seinen Studien zu Machado de Assis, in denen er die sthetischen und sozialen Spannungen der peripheren Moderne analysiert. Weitere Kapitel vergleichen Schwarz' Ansatz mit Walter Benjamins und Theodor W. Adornos geschichts- und sthetiktheoretischen berlegungen und profilieren die Spezifik seiner peripheren Kritik.
Abschlie end entwickelt das Buch ein Modell, das Zentrum und Peripherie als epistemische Struktur der Kritik fasst und zeigt, wie periphere Perspektiven ideologische Br che sichtbar machen. Damit er ffnet es neue Zug nge zu aktuellen sthetischen, epistemologischen und politischen Debatten.