Die Depression wird derzeitig als dominante psychische Krankheit moderner Gesellschaften gehandelt und l sst sich ausgehend von einer Vielzahl an sozialwissenschaftlichen Beitr gen als Gegenwartsdiagnose diskutieren.
Von hier ausgehend wird das Thema Depression literaturwissenschaftlich in den Blick genommen. Untersucht werden Motive und literarische Verfahren des Depressiven, depressive Figuren und einschl gige Inszenierungen der Autor: innen.
Die literarischen Manifestationen des Depressiven und der Ende des 19. Jahrhunderts entstehende Depressionsdiskurs werden als historisch wandelbare Ph nomene begriffen. So erstreckt sich der Beobachtungszeitraum des Bandes von der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart. Dabei wird nach einer spezifisch modernen 'Verfasstheit' im Zeichen der Depression und ihren sthetischen Repr sentationen gefragt. In den einzelnen Beitr gen werden neben Texten der Gegenwartsliteratur (von Autor/innen wie Wolfgang Herrndorf, Michael K hlmeier, Benjamin Maack, Thomas Melle, Ter zia Mora, Leif Randt, Kathrin R ggla und David Foster Wallace) vor allem Werke des fr hen 20. Jahrhunderts behandelt, z. B. von Albert Ehrenstein, Hans Fallada, Hermann Hesse, Franziska zu Reventlow, Regina Ullmann und Robert Walser.