Die vielf ltigen Freibetr ge im deutschen Steuerrecht treten in der politischen wie in der wissenschaftlichen Diskussion immer mehr in den Vordergrund. Die Finanzwissenschaft bem hte sich bisher in erster Linie darum, die Steuerwir- kungen des "eigentlichen" Tarifs qualitativ und quantitativ mehr oder weniger genau zu bestimmen, was ihr zum Teil nur schwer gelang. Dagegen fehlt es bisher an einer zusammenfassenden Analyse der Freibetr ge, von denen die Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik heute so gern Gebrauch machen. Diese Verg nstigungen, die in ihrer Wirkung ebenfalls Bestandteil des Steuertarifs sind, wUl"den nach dem Zweiten Weltkl1ieg ein beliebtes Instrument der Finanzpolitik. Sie weisen einerseits einen allgemeinen redistributiven Effekt auf, beg nstigen oder benachteiligen ande- rerseits gewollt oder ungewollt bestimmte Gruppen von Steuerpflichtigen oder bestimmte Wirtschafts zweige. Des fteren widersprechen sie dem Wirtschaftssystem, noch h ufiger dem Steuersystem. Bisweilen kehrt sich das angestrebte Redistri- butionsziel sogar in das Geg.enteil um. M ngel der statistischen Unterlagen verhindern einen genauen Nachweis der Steu- erwirkungen sowohl des "eigentlichen" Tarifs als auch der Freibetr ge; ob dabei auch die Absicht mitspielt, steuerliche Beg nstigungen zu gew hren, deren Wirkun- gen der Diskussion nach M glichkeit entzogen bleiben sollen, sei hier nicht er rtert 1.
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