Die gegenwartige medizinethische Fragestellung um aktive Sterbehilfe ist eingebunden in nicht-metaphysische Moralkonzeptionen, die sich zugleich zuruckhaltend zu einer systematischen Begrundung des Menschenwurdebegriffs verhalten. Bereits die unbefangene Verwendung des Begriffes "Menschenwurde" verweist auf ein anspruchsvolles Menschenbild mit metaphysischen Gehalten, die selbst bei Verzicht auf die Normativitat von Menschenwurde nicht uberzeugend umgangen werden konnen. Konfrontiert wird dieser Sachverhalt mit dem christlichen Beitrag zur menschlichen Wurde. Die vorliegende Arbeit falsifiziert die Behauptung, der neuzeitliche Menschenwurdebegriff sei christlich mit dem Motiv der Gottebenbildlichkeit begrundbar. Vielmehr enthalt das Motiv der Gottebenbildlichkeit wichtige sozialethische Gehalte, die bei der Menschenwurde ausgeklammert bleiben. Menschenwurde und Gottebenbildlichkeit lassen lebensverkurzende Massnahmen zu, wenn sie ihre jeweiligen sozialethischen Horizonte respektieren.
Format:Paperback
Language:German
ISBN:3170175971
ISBN13:9783170175976
Release Date:September 2002
Publisher:Kohlhammer
Length:342 Pages
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Format: Paperback
Condition: New
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