Der Vergleich von Muttersprache und Zielsprache bildet im Hochschulstudium seit langem die Br cke zwischen sprachpraktischer und wissenschaftlicher Arbeit. Das vorliegende Buch m chte deutschsprachige Romanisten und frankophone Germanisten in diesen zentralen Bereich des Philologiestudiums einf hren und ihnen den heutigen Forschungsstand erschlie en. Eine erneute Diskussion verdienen aber auch manche ltere Thesen (z.B. von Bally und Malblanc), die ber Jahrzehnte hinweg Theorie und Praxis des Sprachvergleichs beherrscht haben. Nach Pr fung m glicher Vergleichsgrundlagen sowie der Methoden und Instrumente kontrastiver Betrachtung wird zun chst auf der Basis der Valenzgrammatik ein berblick ber Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der deutschen und franz sischen Syntax gegeben. Es folgen onomasiologisch ausgerichtete Kapitel, die den Ausdrucksm glichkeiten und Normen beider Sprachen in den Bereichen von Zeit, Raum, Identit t und Subjektivit t gelten. Probleme der vergleichenden Lexikologie und der kontrastiven Textlinguistik stehen im Mittelpunkt des letzten Teils.
Stets wird versucht, ein breites Spektrum unterschiedlicher Variet ten des Deutschen und Franz sischen in die kontrastive Untersuchung einzubeziehen (Pressesprache, Literatur, Fachsprachen, Umgangssprache usw.). Die neue Auflage verarbeitet die Forschungsans tze des letzten Jahrzehnts, geht j ngsten Entwicklungen in beiden Sprachen nach und analysiert in einem zus tzlichen Kapitel typische Unterschiede zwischen den textlinguistischen Strukturen deutscher und franz sischer Schulb cher.