Ich bin beileibe nicht der Einzige, der gerne einmal verstehen w rde, was kleine Kinder vor sich hin plappern, bevor sie der normierten Sprache m chtig gemacht wurden. Vermutlich, im Zeitalter der zunehmenden Vergreisung der Gesellschaft, gibt es ebenso viele Menschen, die gerne verstehen w rden, was ein alter Mensch verbal von sich gibt, wenn sein Geist der normierten Sprache entraubt ist.
Dazwischen, zwischen dem unverst ndlich lallenden Kleinkind und dem unverst ndlich lallenden Greis liegt das Leben in all seiner Sprachpracht bzw. Sprachunpracht. Sprachunpracht vielleicht im Sinne einer Sechs im Deutschaufsatz und Sprachpracht im Sinne eines Nobelpreises f r zu Papier gebrachte Sprache.
Dazwischen lagen ebenso sprachlich herausragende Ereignisse: die babylonische Sprachverwirrung, als die Menschen sich trotz zun chst noch vorhandener Einheitssprache pl tzlich nicht mehr verstanden, und ihr sonnen berstrahltes Gegenst ck, das Pfingst-ereignis, als sich die Menschen trotz unterschied-lichster Sprachen pl tzlich (ohne bersetzer) verstanden.