Im Jahr 1609 erscheinen erstmals Wochenzeitungen in deutscher Sprache. Das neue Medium verbreitet sich rasch, so da bald fast jede gr ere Stadt ihre Zeitung bekommt. Leser der Zeitungen sind Vertreter der H fe, Ratsherren, Theologen und Gelehrte, aber auch der 'gemeine Mann'. Auf Grund ihrer weiten Verbreitung bilden die Zeitungen einen wichtigen Faktor in der Entstehung einer berregionalen Schriftsprache. Die Beitr ge des vorliegenden Bandes pr sentieren Ergebnisse eines DFG-Projekts an der Universit t T bingen, in dem Textstrukturen, syntaktische Strukturen und der Aufbau des Wortschatzes der Zeitungen analysiert wurden. Zentrale Fragestellung ist die Entstehung und Entwicklung des zeitungstypischen Sprachgebrauchs im 17. Jahrhundert. Weitere Themen sind die Fragen der Aktualit t, Wahrheit und Verst ndlichkeit der Zeitungsberichterstattung sowie die zeitgen ssische Sprach- und Zeitungskritik.
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