Sie waren zu sechst, bis sie nicht mehr sechs waren.
Eine Gruppe Studenten an der ETH Z rich baut in einem Kellerraum unter dem Informatikinstitut ein System, das Lottozahlen errechnen kann. Sie nennen sich nach ihrer Anzahl. Sie glauben, sie machen das aus Neugier.
Mira Lehnert kommt im November zur Gruppe. Sie ist Statistikerin. Sie kommt, um zu zeigen, dass es nicht funktioniert. Sie bleibt, weil es funktioniert - und weil Carla, die die Gruppe vor einem Jahr gegr ndet hat, nicht mehr erkl ren kann, wieso sie sie gegr ndet hat. Weil Jonas ein Foto bei sich tr gt, auf dessen R ckseite ein Satz steht, den er Monate vor allem brigen geschrieben hat. Weil Linus einmal ein Praktikum bei einem Forscher hatte, dessen Namen er nicht ausspricht.
Als der Erste von ihnen sich nicht mehr meldet, h rt Mira auf, mit dem System zu rechnen, und beginnt, mit den anderen zu rechnen. Mit einer Stiftung in Liechtenstein, die seit sieben Jahren wartet. Mit drei ungesendeten Briefen ihres toten Vaters, die ihre Mutter zehn Jahre verschwiegen hat. Mit einem Professor, der seinen Klienten einen anderen Namen gibt und daf r bezahlt wird, dass sie am Ende ihre eigenen sieben Schritte zur T r nicht gehen.
Zwischen Z rich, Bern und einem Hotel am Genfersee wird aus einer Beobachterin jemand, von dem sie nicht wusste, dass sie es sein konnte: die Person, die im Raum bleibt, wenn alle anderen gehen.
Im August sitzt Mira an einem See. Sie hat zwei USB-Sticks in der Tasche, beide mit der Nummer Vier. Sie wei , was sie nicht mehr verhindern konnte.
Sie wei auch, was sie von nun an zu tun hat.
Ein Schweizer Psychothriller ber akademische Manipulation, organisierten Verlust und die kleine, pr zise Distanz zwischen fast geschehen und geschehen.