Rasant verbreitet sich im Zuge der Digitalisierung der Wille, allt?gliches Geschehen nicht nur im Spektrum der Worte, sondern in Form von Zahlen zu dokumentieren. Im Kontext von Diabetes und Quantified Self analysiert Lisa Wiedemann in dieser Studie das sogenannte Self-Tracking als medizinisch indizierte und als "selbstinitiierte" Praxis. Dabei werden die Vermessungspraktiken empirisch als verallt?glichte, selbstbezogene und verk?rperte Praxis in den Blick genommen. Zur Diskussion steht, wie Self-Tracking in den Alltag ?bersetzt und in Interaktivit?t mit technisch-materiellen Akteuren im (in)stabilen Vollzug bedeutsam gemacht wird.