Anknupfend an die gegenwartige Diskussion um Selbsttauschung wirft Simone Neuber einen Blick in die Geschichte. Sie analysiert und erhellt die Hintergrunde einer Sache "which we may call self-deceit" (Daniel Dyke). Dabei berucksichtigt sie fruhere Diskussionen uber die Moglichkeit, ein Selbstbetruger zu werden, wie diese etwa Christoph Martin Wieland und Karl Philipp Moritz fuhren. Sie skizziert, warum unter anderem Bernhard Bolzano fur die Kunst einer weisen Selbsttauschung werben kann und zeigt auf, dass gegenwartige Exegeten oft zu leichtfertig die uns aktuell beschaftigende "Selbsttauschung" in Texten fruherer Autoren finden. Denn wenn Augustinus ein se seducere zum Haupthindernis des "Tuns der Wahrheit" macht, dann skizziert er ein Phanomen, das von einer gewohnlichen Selbsttauschung deutlich abweicht; und auch fur Blaise Pascal und Kant ist die Kunst der Selbsttauschung nicht so fundamental, wie wir das gegenwartig vielfach lesen - umso zentraler sind ihnen ein aveuglement und eine innere Luge . Simone Neuber entfaltet, was es damit auf sich hat und inwiefern Sartre mit seiner mauvaise foi ein neues Paradigma des Nachdenkens einfuhren mochte.
Format:Paperback
Language:German
ISBN:3161645944
ISBN13:9783161645945
Release Date:July 2025
Publisher:Mohr Siebeck
Length:660 Pages
Weight:1.23 lbs.
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Format: Paperback
Condition: New
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