Ein Lehrer, der nicht dogmatisch ist, ist einfach ein Lehrer, der nicht lehrt, lehrte Gilbert K. Chesterton. Aphorismen schreiben: philosophieren ohne Argumente, kategorische Behauptungen und Versicherungen ohne Begr?ndungen. F?r jeden Satz braucht der Autor mindestens eine Stunde, der Leser h?chstens eine Minute: Das ist die ?konomie der H?flichkeit. Diese Aphorismen erheben den gewagten Anspruch, durch elaborierte Subjektivit?t eine dogmatische Objektivit?t zu erreichen. In einer Zeit der ?bersch?tzten Fragen und halbherzigen Problematisierungen werden hier doktrin?re Gewissheiten vorgetragen. Es wird nicht mehr wie sonst lobenswert gesucht und gezweifelt, sondern nur geantwortet, gefunden und gelehrt. "Eigene Meinungen" sind ja meist blo e Wahnideen, die sich selbst nicht durchschauen. Ein philosophisch substanzieller Gehalt in literarisch origineller Gestalt m?sste das Niveau feuilletonistischer Wortspiele, windiger Witze und fader Gesinnungsethik spielend ?berwinden. Ist das lediglich romantische Ironie ? Wenn Aphorismen den objektiven Wahrheitsanspruch aufgeben und nicht mehr als eigen(willig)e Gedanken bleiben wollen, werden sie belanglos, beliebig oder verr?ckt. Und sie sind weder emotionaler noch intelligenter oder gar existenzieller als andere Literaturformen, sondern nicht besser als ihre S(pr)achpointen.
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